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No one knows the weight of another’s burden.* (George Herbert, S. 47)

 

Cover: A Wreath of Snow

 

Zum Inhalt

24. Dezember 1894. Margaret Campbell möchte nichts weiter als mit dem Zug zurück nach Edinburgh. Doch als dieser in einer Schneewehe stecken bleibt, hat sie keine Wahl, als nach Stirling zu ihren Eltern zurückzukehren. Im gleichen Zug befand sich auch Gordon Shaw, der beruflich in Stirling zu tun hatte und ebenfalls nur weg will - zu sehr belasten ihn die Dämonen der Vergangenheit. Aber genau diese „Dämonen“ verbinden ihn mit Margaret und ihrer Familie. Gefangen durch den Schnee, bleibt ihnen nichts übrig, als sich den Geschehnissen der Vergangenheit zu stellen.

 

Kommentar / Meine Meinung

Als ich das Cover zum ersten Mal sah, wußte ich: das Buch muß ich haben. Dampflok zieht immer :grin ;-) Selbst wenn sie, wie hier, in einer Schneewehe steckenbleibt. Da sei dann auch nachgesehen, daß es 1894 mit ziemlicher Sicherheit noch kein Dreilichtspitzensignal gab, wie auf dem Cover zu sehen.

Das Buch beginnt am Heiligabend 1894, als Margaret Campbell, die in Stirling über Weihnachten ihre Eltern und ihren Bruder besuchen wollte, das Haus fluchtartig verläßt und zurück nach Edinburgh will. Erst später enthüllt sich nach und nach, was vorgefallen war.

Im Zug trifft sie auf Gordon Shaw, einen Zeitungsreporter, der aus beruflichen Gründen in seine Heimatstadt Stirling mußte und dieser, welche er vor zwölf Jahren fluchtartig verließ, so schnell als möglich den Rücken kehren möchte. Recht bald stellt sich heraus, daß ihn das unglückliche Ereignis, welches ihn seinerzeit zur Flucht veranlaßte, mit Margaret verbindet. Als der Zug in einer Schneewehe steckenbleibt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu einem Zusammentreffen und einer Aussprache aller Beteiligten kommt.

Obwohl es im Buch ziemlich kalt zugeht (was das Wetter betrifft), habe ich mich im Buch gleich heimisch und wohl gefühlt. Bald weiß man als Leser, welcher Konflikt zu lösen ist, und ist gespannt, wie das wohl ausgehen wird. Das Buch wurde übrigens bewußt in jenem Weihnachten 1894 angesiedelt, weil damals tatsächlich mit gewaltigem Schneefall eine harte Kälteperiode begann.

Als ich den Namen von Margarets Mutter - nämlich Lorna - las, mußte ich etwas lächeln. Die Autorin hat wirklich gut recherchiert, nicht nur, was das damalige Wetter betrifft. Infolge von Blackmores "Lorna Doone. A Romance of Exmoor" fand dieser Vorname seinerzeit weite Verbreitung. Margaret wie Gordon empfand ich als sehr sympathisch, während Alan, Margarets Bruder, für meine Begriffe etwas blaß blieb. Bedingt durch die Umstände, verbringt Gordon den Weihnachtstag bei Margarets Familie, so daß es nur eine Frage der Zeit ist, bis alles zur Sprache kommt. Die Entwicklung bis dahin schien mir folgerichtig und glaubhaft, desgleichen die „Explosion“ selbst.

Selbst in diesen eigentlich eher düsteren Stellen ist das Buch niemals deprimierend, sondern - ohne daß ich das jetzt näher erklären könnte - immer „warm“ geschrieben. Es hat einfach Spaß gemacht, es zu lesen, weshalb ich es auch (fast) auf einen Rutsch ausgelesen habe. Und am Ende etwas traurig war, daß die rund zweihundert Seiten so schnell vorbeigeflogen sind. Ich hätte gerne noch einige Zeit dort verweilt.

Eine Geschichte, in der die Thema Umgang mit Schuld und Vergebung eine große Rolle spielen. Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, die sich mit Recht so nennen darf.

 

Kurzfassung

Eine wundervoll erzählte Geschichte aus dem winterlichen Weihnachten im Schottland des Jahres 1894. Trotz der Kälte durchgehend herzerwärmend.

 

Über die Autorin

Liz Curtis Higgs ist verheiratet; das Paar hat zwei erwachsene Kinder. Ihr Mann Bill erledigt die Bürotätigkeit für ihre Schreib- und Vortragstätigkeiten. Sie leben in Kentucky.

 

Übersetzung und Bibliographische Angaben

Sinngemäße übersetzung:
* = Niemand kennt das Gewicht der Bürde eines anderen Menschen.

212 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag. Verlag: WaterBrook Press, Colorado Springs 2012. ISBN-10: 1-4000-7217-4

   
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