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Auch Zach wünschte, sie könnten die Uhr zurückdrehen, doch der einzige Weg, der ihnen offenstand, war der nach vorn. (Seite 254)

Cover: Weihnachtsbote auf vier Pfoten

 

Zum Inhalt

Kater Ambrose hat sechs seiner sieben Leben verbraucht und muß nun sehen, wie er sich ein siebtes langes verdient. Eine gute Tat muß es sein. So folgt er Zach, der ihn vor einem Hund gerettet hat, nach Hause und quartiert sich dort ein. Zach jedoch ist nicht unbedingt begeistert über den neuen Mitbewohner, der sich allerdings nicht vertreiben läßt. Ambrose hat auch gleich heraus, welche gute Tat er vollbringen könnte: Merilee, eine Angestellte in der Zoohandlung würde perfekt zu Zach passen. Nur dumm, daß der mit einer anderen liiert ist, die zudem keine Katzen mag. Ambrose muß sich also etwas einfallen lassen. 

 

 

Kommentar / Meine Meinung

Weihnachten und Katzen ist eine Verbindung, die man oft in Büchern findet. Und wer kennt nicht den Spruch, daß eine Katze sieben Leben habe. Hier wird nun beides auf amüsante Weise miteinander verbunden.

Kater Ambrose ist in seinem siebten Leben angekommen, seine „Lebens-Reserven“ sind demnach verbraucht. Er muß also dem Feuerwehrmann Zach, der ihn vor dem Angriff eines Hundes gerettet hat, eine gute Tat erweisen, um sich ein langes siebtes Leben zu verdienen. Doch leichter gedacht als getan, denn da ist zum einen die Frage, wie er als Katze mit dem Menschen kommunizieren soll und zum anderen das Problem, was er denn tun könnte. Zumindest letzteres ergibt sich bald, da Zach - bisher ohne Haustier - für seinen neuen Hausgenossen Futter kaufen muß. In der Tierhandlung entdeckt Ambrose gleich die richtige Partnerin für Zach, Merilee, mit der er ihn quasi verkuppeln will. Gibt es nur noch das klitzekleine Problem, daß Zach eine lose Freundin hat, sinnigerweise die Tochter des Inhabers der Zoohandlung. Die aber überhaupt keine Haustiere mag.

Damit ist die Situation beschrieben, aus der heraus Kater Ambrose seine Aktivitäten entfaltet, um sein Ziel zu erreichen. Dabei ist das Buch abwechselnd aus der Sicht von Zach sowie dem Kater geschrieben, ohne daß die beiden sich verständigen könnten - schließlich spricht eine Katze kein „Mensch“. Wer eine Katze hat, wird unweigerlich vieles wiedererkennen und ich mußte des Öfteren Schmunzeln, wenn Kater Ambrose seine Gedanken zum Besten gab oder sich so verhielt, wie sich Katzen eben verhalten - und dann im Wechsel dazu geschrieben wurde, wie das bei seinem „Herrchen“ ankam bzw. verstanden wurde.

Die Personen konnte ich mir gut vorstellen, die Handlung entwickelte sich folgerichtig und nachvollziehbar, bis zu einem gewissen Grade gewißlich vorhersehbar, aber das gehört zu so einem Buch einfach dazu. Quasi nebenbei erfahren wir einiges aus den Jugendjahren von Zach und wie das sein heutiges Denken und Handeln, vor allem auch seine Beziehungsangst, bestimmt. Damit, sowie einem recht dramatischen Ereignis, wird eine gewisse Ernsthaftigkeit ins Buch gebracht, die für meine Begriffe genau die richtige Balance hält.

Auf der letzten Seite angekommen, sind alle offenen Fragen geklärt und das Buch kann zufrieden geschlossen werden. Ob aber auch Kater Ambrose mit dem Ende zufrieden ist, das sei hier wohlweislich nicht verraten.  

 

Kurzfassung

Kater Ambrose spielt Cupid in einer heiteren, manchmal auch besinnlichen, Weihnachtsgeschichte, die mir viel Lesefreude bereitet hat.  

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Über die Autorin

Sheila Roberts lebt mit ihrer Familie in Washington (State) an einem kleinen See. Seit 1989 ist sie schriftstellerisch tätig.  

Bibliographische Angaben

288 Seiten, gebunden. Originaltitel: The Nine Lives of Christmas. Aus dem Amerikanischen von Ulrike Moreno. Verlag: Bastei Lübbe, Köln 2013
Gelesen habe ich die abgebildete Ausgabe, die 2012 im Weltbild Verlag erschienen ist