Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Co ver: DVD Das Haus am Meer / Il Mare

 

Zum Inhalt

Ein paar Tage vor dem Beginn des neuen Jahrtausends zieht die junge Synchronsprecherin Eun-ju Kim aus dem einsam an Strand gelegenen Haus "Il Mare" aus. Da sie wichtige Post erwartet, hinterläßt sie ihrem Nachmieter einen Brief. Der junge Ingenieur Sung-hyun Han, der ins "Il Mare" einzieht, liest den Brief und schreibt zurück - datiert mit Dezember 1997. Anfänglich ist Eun-ju etwas verwirrt, doch bald merken die beiden, daß der Briefkasten eine Art Zeitloch ist und sie sich gegenseitig Briefe von 1998 nach 2000 und zurück schicken können. Zwischen den beiden entwickelt sich bald eine zarte Romanze mit Zeitunterschied. Doch kann ihre Liebe Raum und Zeit überwinden?  

 

Vorbemerkung

Die gespoilerte Textstelle (durch "[ ]" markiert) verrät wesentliche Inhalte des Filmes. Um diese Stelle lesen zu können, bitte einfach mit gedrückter linker Maustaste darüer fahren (die Stelle quasi markieren). Der Text wird dann lesbar.

 

 Kommentar / Meine Meinung

Kürzlich sollte im Fernsehen der Film „Das Haus am See“ mit Sandra Bullock kommen. Da ich die recht gerne sehe, mitgucken aber nicht ging, wollte ich den Film aufnehmen. Doch die Aufnahme ging schief. Also habe ich die „üblichen Verdächtigen“ konsultiert auf der Suche nach der entsprechenden DVD. Und siehe da - es handelt sich um ein Remake eines Filmes aus Südkorea, was auch noch eher ungünstige Kritiken erhielt. Ganz im Gegensatz zum Original, das in den höchsten Tönen gelobt wurde. Also habe ich noch ein paar Wochen gewartet, bis die DVD des Originals herauskam. Was soll ich sagen - das Warten hat sich mehr als gelohnt!

Endlich mal ein Film abseits von allem „hollywoodmäßigen“. Ein Film ohne Gigantomanie, ohne Hektik, dafür mit Ruhe, langsamem Tempo und schönen Bildern. Südkorea gehört genauso zum westlichen Kulturkreis (obwohl das Wort hier etwas ungeeignet ist, aber mir fällt kein anderes ein) wie zu Asien, und auch dort gibt es anscheinend „Christmas“ und Silvester, wie wir es kennen. So spielt Weihnachten zwar ein paar Mal eine Rolle, es handelt sich jedoch nicht um einen Weihnachtsfilm.

Langsam entwickelt sich die Freundschaft bzw. Beziehung zwischen den beiden, und irgendwann stellt sich dann eben die Frage des Treffens. Wie, und ob, sich das arrangieren läßt, verrate ich jetzt natürlich nicht. Aber denken kann man sich ja, daß sich beide schon das eine oder andere Mal treffen, denn sie leben in der gleichen Stadt, nur halt zwei Jahre voneinander getrennt. Wie sich das alles entwickelt, ist logisch, folgerichtig und nachvollziehbar, selbst das „Zeitlich“ erscheint irgendwie plausibel. Bisweilen gibt es auch „Aha-Effekte“, wenn eine Sache in der einen wie der anderen Zeitebene auftaucht - und sich die Protagonisten langsam dessen bewußt werden.

Natürlich darf man nicht mit absoluter wissenschaftlicher Logik an einen solchen Film herangehen, eine „Art von Magie“ muß man schon hinnehmen können, will man sich auf so eine Geschichte einlassen. Und natürlich hätte der Film noch etliche Minuten mehr vertragen, für meinen Begriff sich noch langsamer entwickeln können. Und selbstverständlich muß man gut aufpassen, denn bisweilen erfolgt der Sprung zwischen den Zeitebenen so rasch und unauffällig, daß man im ersten Moment nicht weiß, wo man gerade ist. Und ein paar Szenen erscheinen auf den ersten Blick völlig unverständlich, und ergeben erst im weiteren einen Zusammenhang mit dem Film überhaupt.

Aber wer sich einen Rest von, sagen wir ruhig, Romantik, Sinn fürs übernatürliche, geheimnisvolle - eben magische erhalten hat, wird mit diesem Film voll auf seine Kosten kommen. Und nicht nur einmal. Das ist ein Werk, das sich m. M. n. nicht beim ersten Sehen erschließt, sondern geradezu nach mehrfachem genießen verlangt. Und am Ende angelangt, [ hat es mich dann an Marc Levys Bücher „Solange du da bist“ und „Zurück zu Dir“ erinnert: „...Das, was ich Ihnen sagen werde, ist nicht einfach zu verstehen und ganz und gar unvorstellbar. ...“ „...Und Arthur trat endlich in den Schrank...“ ]

Das einzige Manko ist dem DVD-Hersteller anzulasten. Die DVD enthält überhaupt kein Bonusmaterial (wenn man von Werbetrailern für andere DVD’s mal absieht). Gerade bei einer so „exotischen“ Poduktion hätten mich Informationen über Regisseur, Darsteller und ein „Making of...“ sehr interessiert.

Und irgendwann, wenn ich den Film so oft gesehen habe, daß ich ihn fast auswendig kann, sehe ich ihn mir auch im koreanischen Original an (dt. Untertitel sind zum Glück vorhanden). Und sollte ich jemals in ein Haus am Meer ziehen, so wird es genauso heißen müssen: Il Mare.  

 

Kurzfassung

Ein magischer Film über eine magische Liebe. 

 

Angaben zu Film und DVD

Originaltitel: Siworae
Regie: Hyun-seung Lee
Darsteller: Jung-Jae Lee, Gianna Jun, Mu-saeng Kim u. v. a.
Sprachen: Deutsch, koreanisch
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Erschienen: Film: 2000 / DVD: 2007
Regionalcode / Format: 2 / PAL

Rezension ursprünglich geschrieben am 16. August 2007

   

Ironmonger, J. W.: Das zufällige Leben der Azalea Lewis

Genau genommen sind diese Zufälle möglicherweise der Beweis dafür, dass unser Universum nicht das ist, wofür wir es gehalten haben.(Seite 35)

Cover: Das zufällige Leben der Azalea Lewis

 

Zum Inhalt

Alazea Lewis ist der Meinung, in ihrem Leben gäbe es zu viele Zufälle, als daß es nicht wahrscheinlich sei, daß sie in absehbarer Zeit sterben würde. Um hier etwas klarer zu sehen, fragt sie den Experten für Zufälle Dr. Thomas Post um Rat. Aber je mehr sie die Fäden entwirren, um so verworrener wird es. Es scheint, daß das Schicksal seinen unerbittlichen Lauf nimmt. Oder doch nicht?

 

 

 

Weiterlesen ...
   

Austin, Lynn: Bebes Vermächtnis

Mir ist klar geworden, dass es während unserer kurzen Zeit hier auf der Erde nicht darum geht, was wir erreichen, sondern was für Menschen wir werden. (Seite 405)

Cover: Bebes Vermächtnis

 

Zum Inhalt

Amerika 1920. Harriet Sherwood hat gegen das relativ neue Gesetz zur Prohibition verstoßen, wurde verhaftet und sitzt nun im Gefängnis. „Wie konnte das passieren?“, fragt sie sich immer wieder. Und da sie nun Zeit hat, denkt sie darüber nach, wie sie dort gelandet ist. Sie setzt die Puzzlesteine der Erzählungen ihrer Mutter Lucy, ihrer Großmutter Bebe und Ihrer Urgroßmutter Hannah zusammen und erhält ein Bild ihrer Herkunft, eine Vorstellung davon, was und vor allem wer sie geprägt und zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Hannah, die entflohenen Sklaven bei der Flucht half. Bebe, seit Jahrzehnten aktiv in der Abstinenzlerbewegung und eine der „Mütter“ des Prohibitionsgesetzes und ihre Mutter Lucy, die in der Frauenrechtsbewegung aktiv ist. Allen gemeinsam, wenn auch nicht immer leicht errungen, ist ein starkes Gottvertrauen. Nun ist es an Harriet, ihren Platz im Leben zu finden. In ihrer Gefängniszelle hat sie ausreichend Zeit zum Nachdenken.

Weiterlesen ...
   

Schwitalla, Ursula / Setzler, Wilfried: Die Zisterzienser in Bebenhausen

Cover: Die Zisterzienser in BebenhausenZum Inhalt

In Beiträgen verschiedener Autoren wird die Geschichte des württembergischen Klosters Bebenhausen dargestellt. Dies sind die Themen:
Wilfried Setzler „Die Geschichte des Klosters Bebenhausen von den Anfängen bis zur Aufhebung“
Barbara Scholkmann und Joachim Pfrommer „Kloster und Archäologie. Ausgrabungen in der Zisterzienserabtei Bebenhausen“
Marc Carl Schurr „Zur Baugeschichte des Klosters Bebenhausen und zur kunsthistorischen Bedeutung seiner Architektur“
Ursula Schwitalla „Zur Geschichte der Bibliothek des Klosters Bebenhausen“
Rüdiger Becksmann „Die Heilsgeschichte in Maßwerk gesetzt. Zur Rekonstruktion des Ostfensters im Chor der Klosterkirche zu Bebenhausen“
Ursula Schwitalla „Der Sebastianspfeil. Die einzig erhaltene Reliquie aus dem Kloster Bebenhausen“

Weiterlesen ...
   

Beitz, Willi: Michail Scholochow - im Duell mit der Zeit

 

Cover: Michail Scholochow - im Duell mit der Zeit

 

Zum Inhalt

Die Beiträge dieses Buches untersuchen das Verhältnis Scholochows zu Stalin, geben Einblick in Hintergründe der Romane „Der stille Don“ und „Neuland unterm Pflug“ sowie Interpretation dazu. Auch erfährt man einiges über das Leben und Arbeiten Scholochows außerhalb seiner schriftstellerischen Tätigkeit.

 

 

 

Weiterlesen ...
   

Brontë, Charlotte: Shirley

„Ich glaube - und finde es täglich bestätigt -, daß wir auf dieser Welt nichts von dauerhaftem Wert erlangen können, nicht einmal einen Grundsatz oder eine Überzeugung, ohne durch ein läuterndes Feuer oder eine stärkende Gefahr gegangen zu sein.“ (Seite 776)

 

Cover: ShirleyZum Inhalt

Die Handlung spielt 1811/1812 während der Kontinentalsperre und der Arbeiterunruhen in der nördlichen Grafschaft Yorkshire. Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte von Shirley Keeldar, einer Guts- und Fabrikbesitzerin, der Pfarrersnichte Caroline Helstone, des Tuchfabrikanten (und Pächters von Shirleys Fabrik) Robert Moore sowie dessen Bruder Louis Moore erzählt. Diese vier sowie etliche weitere, hier nicht genannte Figuren, müssen mit den schwierigen Zeit- und Lebensumständen zurecht kommen. Teils mit, teils gegen die damaligen Konventionen. Neben Sozialkritik, die die Autorin mit eingearbeitet hat, kommt der Humor nicht zu kurz.

Weiterlesen ...