Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

The ultimate message in the film is finding the power of forgiveness.* (Jon Erwin, Drehbuch, Regie)

 

Cover: October BabyZum Inhalt

Die neunzehnjährige Studentin Hannah Lawson wurde seit ihrer frühen Kindheit von Alpträumen und gesundheitlichen Problemen verfolgt. In einem Theaterstück bricht sie auf offener Bühne zusammen. Hinterher eröffnen ihr ihre Eltern, daß das die Folgen der Umstände ihrer Geburt sind. Sie wurde als Baby adoptiert - nachdem ihre Abtreibung fehlgeschlagen ist.
Irritiert und tief verletzt begibt sie sich mit einigen Studienkollegen auf die Fahrt in ihren Geburtsort nahe New Orleans. Aber wird ihr die Suche nach der leiblichen Mutter weiterhelfen? Kann sie auf dieser Reise inneren Frieden und eine Perspektive für die Zukunft, so es eine gibt, finden?

 

 

Meine Meinung

„God literally saved me from being burned alive in the womb.“** So drückt es Gianna Jessen, deren Geschichte den Anstoß zu diesem Film gab, in einem Interview aus. Es war ein riskantes Unternehmen, als die Brüder Erwin sich ausgerechnet die Abtreibungsproblematik als Thema für ihren ersten Langfilm aussuchten. Zumal die von Abtreibungsbefürwortern dominierte Kritik ihn schon im vorhinein verriß.

Umsonst. Der Film hatte durchschlagenden Erfolg. Bereits am Startwochenende wurde das dreifache der Produktionskosten eingespielt. Jon hatte eine lange Erfahrung im Drehen von Kurzfilmen, Musikvideos und Werbespots, als er von den Kendrick-Brüdern für die Dreharbeiten zu „Courageous“ engagiert wurde. In der Folge entstand die Idee zu einem ersten eigenen Langfilm, und mit der Geschichte der Gianna Jessen war die Thematik gefunden. In Hollywood wurde das Projekt abgelehnt, ebenso von den großen Studios. Aber dennoch kam der Film zustande, und dennoch wurde er zu einem großen Erfolg.

In Deutschland erschien er meines Wissens direkt auf DVD, die - im Gegensatz zur US-Ausgabe - leider außer Trailern keine weiteren Extras bietet. Ich habe es als vorteilhaft empfunden, daß ich kurz vor dem Ansehen des Filmes das Buch dazu gelesen habe. Denn an manchen Stellen merkt man doch, daß es der erste Langfilm der Regisseure ist. Die Übergänge „holpern“ bisweilen etwas, und einige Dinge waren mir zwar verständlich, weil ich das Buch gelesen hatte, aber die Hintergründe im Film nicht dargestellt wurden. Beispielsweise wie die Schwester an die Adresse der leiblichen Mutter von Hannah kam, oder warum der Polizist so reagierte, wie er es denn tat. Auch eine der Schlußszenen ist besser mit dem Wissen aus dem Buch verständlich. Entweder ist das Buch deutlich ausführlicher, oder aber das ist in den „entfallenen Szenen“, die auf der deutschen DVD fehlen, enthalten.

Andererseits sind Buch und Film unterschiedliche Medien, und nicht alles läßt sich in jedem der beiden darstellen. Ich denke etwa da an die Geschichte und Gedanken der Krankenschwester. Schon beim Lesen hatte ich das Gefühl, daß sich das nicht in einem Film darstellen läßt. Oder die Emotionen der leiblichen Mutter Hannahs. Obwohl die Schauspielerin Shari Rigby das wirklich gut rüberbringt. Weshalb, erklärt sie im Abspann, den man darob nicht versäumen sollte. Fast schon beängstigend, wie sehr Film und Realität hier zur Deckung kommen.

Auffällig ist, daß der Film nicht verurteilt, sondern etwas thematisiert, was häufiger vorkommt, aber totgeschwiegen wird: das Überleben der eigenen Abtreibung. Etwas, was die Betroffenen ein Leben lang verfolgen wird. Genau so, wie eine „erfolgreiche“ Abtreibung, auch wenn die Abtreibungsbefürworter etwas anderes behaupten.

Die Rollen fand ich durchweg gut besetzt; John Schneider, der Hannahs Vater spielt, habe ich in einigen Filmen und sehe ihn sehr gerne; er zählt mit zu meinen Lieblingschauspielern. Weshalb er dieses Mal allerdings mehrfach vergessen hat sich zu rasieren, bevor die Kamera eingeschaltet wurde, weiß ich nicht so richtig. ;-) Überrascht hat mich auch, daß man eigentlich an keiner Stelle des Filmes merkte, daß es sich um eine „Independent-Produktion“ handelt. Das hätte ein großes Studio auch nicht besser hinbekommen. Aber die drücken sich ja vor so einem kontroversen Thema, das zur Stellungnahme auffordert.

Denn Stellung bezieht der Film eindeutig. Den Konflikt, wie ist ist zu erfahren, daß man adoptiert wurde, und vor allem unter welchen Begleitumständen, konnte ich hier gut nachvollziehen. Ehrlicherweise muß ich zugeben, daß ich bis zu einem gewissen Grade sogar Verständnis für die Denk- und Handlungsweise der (Adoptiv-)Eltern habe. Vor allem, da erst im Verlauf des Filmes die ganze Tragik der vergangenen Geschehnisse offenbar wird. Schade, daß die Geschichte Alannas anscheinend in der Endfassung herausgeschnitten wurde, sie hat mich sehr an einen Nebenstrang in „Sarahs Entscheidung (Sarah’s Choice)“ erinnert, und hätte die Bedeutung wie Folgen der Thematik noch unterstrichen.

Irgendwann liegen alle Karten auf dem Tisch, und nun müssen die Betroffenen sehen, wie sie damit klar kommen. Von den verschiedenen Möglichkeiten wird eine ganz klar favorisiert und in dem Zitat oben angedeutet. Ludwig van Beethoven soll über seine 5. Sinfonie gesagt haben „Durch Nacht geht es zum Licht.“ Ähnliches könnte man über diesen Film sagen, oder mit den Worten von Seite 96 aus dem Buch zum Film: Manchmal ist alles, was wir tun können, darauf zu vertrauen, daß Not ein Weg zum Frieden ist. Der Film vermittelt Hoffnung und kann einen Weg zum (inneren) Frieden aufzeigen.

 

Meiun Fazit

Ein überzeugendes Plädoyer für das Leben.

 

Sinngemäße Übersetzungen und Angaben zu Film und DVD

* = Die wichtigste Botschaft des Filmes ist, die Macht der Vergebung zu finden.
** = Gott hat mich wortwörtlich davor gerettet, bei lebendigem Leib im Bauch meiner Mutter verbrannt zu werden.

Originaltitel: October Baby
Regie: Andrew Erwin, Jon Erwin
Darsteller: Rachel Hendrix, Jason Burkey, John Schneider, Jennifer Price, Colleen Trusler, James Austin Johnson, Amisho Lewis, Shari Rigby, u. v. a.
Sprachen: Deutsch, Englisch;
Laufzeit: ca. 106 Minuten
Erschienen: Film: 2011 / DVD: 2013
Regionalcode / Format: 2 / PAL

   

Bataineh, Burtchen: Ein leiser Stern

Sie fragte nicht: „Was habe ich davon?“ Sie tat einfach das, was sie für richtig und wichtig hielt. (Seite 10)

 

Cover: Ein leiser SternZum Inhalt

Das ungewöhnliche Leben der Indianerin Sacajawea

Drei Berge, zwei Seen, ein Staudamm und weitere 22 Monumente in Nordamerika tragen den Namen eines Teenagers, dessen Bild auch auf einem Golddollar zu sehen ist: die junge Schoschonin Sacajawea, die 1804 eine wichtige Forschungsexpedition begleitete. Sie wurde auf dieser Reise den Missouri hinab und weiter bis zum Stillen Ozean unentbehrlich für die Crew, die nur aus Männern bestand. Vor 200 Jahren hatten Frauen kaum Rechte, und ein Indianermädchen hatte erst recht nichts zu sagen. Sacajawea aber erkämpfte sich in der von weißen Männern beherrschten Welt durch ihre stille, aber willensstarke Art und ihr großes Wissen Respekt und Anerkennung. Sie war ein leiser Stern ohne Allüren und Skandale.

 

Weiterlesen ...
   

Lewis, Beverly & David: Niemals werd ich dich vergessen

Wenn alles grau und trübselig aussieht, betrachte es als eine Chance. Jeder kann im Licht des Tages glauben, aber nur wenige harren unter dem drückenden Mantel der Dunkelheit aus. Vergiss nie: Der Glaube ist ein Licht, das man am besten in der Dunkelheit sehen kann. (Seite 60)

 

Cover: Niemals werd ich dich vergessenZum Inhalt

Es ist acht Jahre her, daß Kellys Baby entführt auf dem illegalen Adoptionsmarkt verkauft wurde. So lange sucht sie auch schon mit mehr oder weniger legalen Methoden nach dem verlorenen Kind.
Als der von ihr engagierte Privatdetektiv eine weitere „Kandidatin“ präsentiert, schöpft sie Hoffnung - zu genau würde Nattie in das Profil passen. Sie nimmt Kontakt zu ihrem Adoptivvater auf - aber das verläuft ganz und gar nicht so, wie sie das geplant hatte. Ein gutes Ende der Suche scheint weiter entfernt zu sein als je zuvor.

Weiterlesen ...
   

Quo Vadis? (1985)

Ich frage mich, warum das Böse heutzutage über alles Triumphe feiert? (Petrus, Folge 5)

 

Cover: Quo Vadis (1985)Zum Inhalt

Der Tribun Marcus Vicinius kehrt 64 n. Chr. vom Dienst an der Front nach Rom zurück. Dort trifft er auf die römische Geisel Lygia, in die er sich verliebt; durch sie erhält er Kontakt zu den Christen.
Sein Onkel Petronius, bei dem er wohnt, verkehrt am Hofe Kaiser Neros, wo er in Tigellinus, dem Präfekten der Prätorianer, einen erbitterten Feind hat. Als ein Mord geschieht und Rom in Flammen aufgeht, spitzt sich die Lage zu. Denn Nero schiebt die Schuld am Brand den Christen in die Schuhe. Jeder, der mit ihnen zu tun hat, ist fürderhin in Lebensgefahr. Das Schicksal nimmt seinen unerbittlichen Lauf.  

 

Weiterlesen ...
   

Eldredge, John: Der ungezähmte Messias

Der Zeitgeist ist davon geprägt, dass man alles akzeptiert und in Ordnung findet - abgesehen von festen Überzeugungen. (Seite 113)

 

Cover: Der ungezähmte MessiasZum Inhalt

Jesus war schon immer ein Stein des Anstoßes. Zu seiner Zeit so sehr, daß er von den „Offiziellen“ gekreuzigt wurde. Durch die Jahrhunderte hindurch hat sich der Blick auf ihn immer mehr mit einem Schleier überzogen. Eldredge reißt diesen Schleier weg von diesem falschen Jesusbild, das sich eingebürgert hat. Ausgehend von den Berichten der Evangelien, die er auf eine ungewohnte Weise liest und interpretiert, entsteht ein neues, ungewohntes Bild dieses Jesus von Nazareth, der sich selbst als „Menschensohn“ bezeichnete. Befreit von allem Verzerrenden und Entstellenden wird der Blick frei auf einen Jesus, der radikal anders ist als der, den wir bisher zu kennen meinten.  

 

 

Weiterlesen ...
   

Austin, Lynn: Rhapsodie der Freundschaft

Cover: Rhapsodie der FreundschaftZum Inhalt

Michigan 1941. Vier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten:
Virginia ist mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter. Doch sie sehnt sich nach Anerkennung ihrer Arbeit durch ihre Familie. Die frisch verheiratete Rosa will der Mißbilligung ihrer Schwiegereltern entkommen. Doch was soll die lebenslustige New Yorkerin ohne ihren Mann in der Einöde des Westens mit sich anfangen? Helen leidet unter ihrer Einsamkeit als alleinstehende, ältere Frau. Ihr Reichtum kann ihr nicht das geben, wonach sie sich sehnt. Jean, die Jüngste, träumt davon zu studieren und mehr aus ihrem Leben zu machen. Muß sie dafür auf eine eigene Familie verzichten?
Der Angriff auf Pearl Harbor erschüttert die Lebensentwürfe der Frauen. Ihre Arbeit in einer Schiffswerft führt sie zusammen. Mit der Zeit wird dem ungleichen Quartett bewußt, daß sie trotz aller Unterschiede einander viel Kraft und Hoffnung schenken können - als Freundinnen. So gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse über sich selbst, das Leben, die Liebe und den Glauben.

Weiterlesen ...