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Denn Liebe birgt nicht nur die Gefahr, verletzt zu werden - nur wer es wagt zu lieben, wird mit der Möglichkeit belohnt, glücklich zu sein. (Seite 236)

 

Cover: Lebkuchenküsse

 

Zum Inhalt

Laura verbindet mit Weihnachten eher unangenehme Erinnerungen, weswegen sie diese Zeit nicht mag. Aber ausgerechnet zur Weihnachtszeit soll sie ihrer Mutter in deren Café in der Alb aushelfen, weil diese zu ihrem neuen Freund in die Schweiz fahren will. All das wäre vielleicht noch zu verkraften, wäre da nicht Niklas, den sie aus Kindertagen kennt und mit dem sie eine „ewige Feindschaft“ verbindet. Dumm nur, daß sich immer wieder Situationen ergeben, in denen sie sich begegnen und einander aushelfen müssen.
Als das Eis zu tauen beginnt, scheint die Weihnachtszeit doch nicht so schlimm zu werden wie befürchtet.

 

Vorbemerkung

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Kommentar / Meine Meinung

Zwar hat mich das Cover nicht so sehr angesprochen, doch die Inhaltsbeschreibung klang nicht uninteressant und so recht für eine Geschichte im Dezember zu lesen. Um es gleich vorab zu sagen: genau das kam beim Lesen auch heraus. Eine wahrlich herzerwärmende Geschichte, in der sich eins zum anderen fügt wie ein gut geschmiertes Getriebe, um dann an Weihnachten - da verrate ich kein Geheimnis - gut zu enden: genau so stelle ich mir ein Weihnachtsbuch vor.

Da ich ich so einem Buch durchaus ein gewisses Maß an Kitsch und Klischees erwarte bzw. voraussetze, ist es natürlich überhaupt nicht störend, wenn diese Erwartungen dann erfüllt werden. Allerdings empfand ich das nie so stark, daß es mir unangenehm aufgefallen wäre oder ich - bildlich gesprochen - gar das Bedürfnis verspürt hätte, einen Tiegel unters Buch zu halten, um das zu viel an Schmalz aufzufangen. ;-)

Im Nachhinein fallen mir eigentlich nur zwei Dinge, die mich gestört haben, ein. [ Da ist zum Einen die - zu - schnelle Versöhnung mit Sarah; das erschien mir etwas unglaubwürdig. Und zum Zweiten die Sache mit den Rosen, welche zwar aufgeklärt, aber nicht zwischen Laura und Niklas besprochen wurde. ] Ich habe nichts gegen die Entwicklung an sich, im Gegenteil, das paßt zum Buch. Nur zu schnell (und im Text unbegründet) ging es halt.

Ansonsten, ich erwähnte es, hat das Buch alles, was ich von ihm erwartete und erhoffte, erfüllt. Das fängt schon beim Buch selbst an - Hardcover, Schutzumschlag, Lesebändchen - prima! Da macht schon das in die Hand nehmen Freude. Gut gefallen hat mir auch, daß man nicht aus kurz vor Ende warten muß, um die Geschehnisse zu erfahren, die die Handlung dieses Buches in Gang setzen, sondern die „Geheimnisse“ und Verletzungen schon während des Buches aufgeklärt werden, so daß den Figuren Zeit bleibt, damit umzugehen und ggf. sogar daraus zu lernen.

Laura und Niklas kennen sich seit Kindertagen; weshalb sie „beste Feinde“ sind wird schon im Prolog deutlich. Für ein solches Buch sind sie also wie geschaffen, die Hauptrollen zu spielen. Beide tragen ihre im Laufe der Jahre gewachsenen „Packen“ mit sich herum; die „Auflösung“ derselben, den Umgang damit bis zur Überwindung fand ich folgerichtig und nachvollziehbar.

Daß dabei ein Hund eine Rolle spielt, kommt in Weihnachtsbüchern des Öfteren vor. Die Besonderheit hier besteht darin, daß dieser Hund, wie im Nachwort zu lesen, ein reales Vorbild hat. Außerdem ist er nicht vermenschlicht, sondern verhält sich wie ein Hund. Um so besser, daß er trotzdem - oder gerade deshalb - eine tragende Rolle spielen kann.

Im Buch kam recht oft Schnee (ich wünschte, wir hätten auch mal wieder so eine schneereiche Weihnacht - selbst wenn das bedeutet, dauernd Schnee zu schippen), Glühwein und Lebkuchen vor. Zumindest letztere beide Dinge ergeben sich schon daraus, daß Laura das Café ihrer Mutter aushilfsweise betreibt. Ich schätze, in dem Café würde ich mich auch wohl fühlen. Eine interessante Nebenfigur ist aus Aushilfe Jacqueline mit ihren (fast) jeden Tag anders gefärbten Haaren.

Der Roman endet, wie könnte es anders sein, an Weihnachten. Für mich hatte er genau die richtige Mischung zwischen Unterhaltung, Spannung, Problemen und Problemlösen - mit anderen Worten, ein richtiges Wohlfühlbuch für den Dezember.

 

Kurzfassung

Eine trotz der Kälte und des vielen Schnees wahrlich herzerwärmende Weihnachtsgeschichte.

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Über die Autorin

Ira Severin hat Germanistik und Anglistik studiert. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Niedersachsen.

Bibliographische Angaben

253 Seiten, 4 Rezepte, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen. Verlag: Ehrwnwirth / Bastei Lübbe AG, Köln 2015