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Cover: Ein Weihnachtswunder...Zum Inhalt

Kate ist Anwältin und hat sich noch nie verliebt, eigentlich glaubt sie auch nicht an die wahre Liebe. Zudem ein Weihnachtsmuffel, erhält sie von ihrem Chef den Auftrag, kurz vor Weihnachten eine Anwesen zum Zwecke des Verkaufs schätzen zu lassen.
Dort angekommen, stellt sich das als gar nicht so einfach heraus, denn es soll dort spuken. Kate glaubt das zwar nicht, die Gutachter jedoch schon, weshalb sich diese weigern, in dem Haus zu arbeiten. Aber auch Kate muß die Erfahrung machen, daß es möglicherweise doch mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als sie bisher glauben wollte. Denn Daniel behauptet von sich, eben dieser Geist zu sein.
Nachdem er sie davon überzeugt hat, daß er wirklich ein Geist ist, machen sich beide daran herauszufinden, weshalb er jedes Jahr 12 Tage vor Weihnachten in diesem Haus, das ihm einstens gehörte, „spuken“ muß.

 

 

 

 

 

Meine Meinung

„Weihnachtsfilm“ heißt heute nahezu jeder Film, im dem ein paar mal das Wort „Weihnachten“ erwähnt wird und mindestens ein geschmückter Tannenbaum vorkommt. Mit dem Fest (und seinem eigentlichen Inhalt) haben sie meist nur wenig zu tun. Das trifft auch auf diesen Film zu, wenngleich der deutsche Titel passender ist als der Originaltitel, der eine Anspielung auf Charles Dickens’ „Weihnachtsgeschichte“ ist. Passend zum Wunder gibt es hier nämlich noch phantastische Elemente, was wiederum nicht so abwegig ist, wenn man an die vielen Filme, in denen ein gewisser Santa Claus höchstpersönlich auftritt, denkt. Sinnigerweise taucht eben dieses Buch im Film auf und Daniel mokiert sich - noch als Lebender - über diese „phantastische Geschichte“, heute würde er wohl den Begriff „Fantasy“ gebrauchen.

Der Inhalt ist einfach erzählt, gab es so schon oft und wird es auch künftig vielmals geben: Weihnachtsmuffel(in) findet durch Begegnungen und einige Erlebnisse die persönliche Freude an Weihnachten - und am Ende ist natürlich alles gut. Wie so oft ist, wenn der grobe Handlungsverlauf eigentlich fest steht, der Weg das Ziel. Dieser Weg hat mir hier ausnehmend gut gefallen, zumal eine Idee eingebracht wurde, die mir so in einem Weihnachtsfilm noch nicht begegnet ist.

Kate soll nach dem Tod der Besitzerin eine Pension schätzen lassen, damit diese baldmöglichst verkauft werden kann. Wegen der Erbschaftssteuer drängt der Termin, und auf Weihnachten kann keine Rücksicht genommen werden. Das Unternehmen stellt sich jedoch als schwieriger heraus, als gedacht. Denn in dem Haus soll es spuken, und alle Gutachter haben die Flucht ergriffen. Kate hält das natürlich für Unsinn, aber auch sie muß recht bald feststellen, daß an den Geistergeschichten möglicherweise doch etwas dran ist.

Ihre rationalen Zweifel konnte ich nachvollziehen, und der Beweis, den Daniel erbrachte, daß er wirklich ein Geist ist (obwohl er so gar nichts geisterhaftes an sich hat), war wahrhaft ... umwerfend und eindeutig. Nach einigen Reibereien entscheiden sich die beiden herauszufinden, weshalb Daniel vor 95 Jahren zum Geist wurde, der jedes Jahr die zwölf Tage vor Weihnachten in seiner ehemaligen Pension herumspuken muß.

Es ist klar, daß das - zum Vergnügen des Publikums - nicht ohne Reibereien abgeht. Gewundert habe ich mich lediglich, daß Daniel relativ gut mit der heutigen Zeit vertraut war. Aber er hatte genügend Gelegenheiten (nämlich jedes Jahr zwölf Tage), um die Entwicklungen mitzubekommen. Langsam wird klar, was damals passiert ist und weshalb er ein Geist wurde. Das bringt dann nicht nur für die Protagonisten die eine oder andere Überraschung mit sich.

Wenn dann alles geklärt ist, bleibt nur noch offen, was mit Daniel passiert. Geht er „hinüber“, geistert er weiter durch das Haus, und was wird aus Kate, die neue Freude an Weihnachten gefunden hat? Das werde ich hier sicherlich nicht verraten.


Mein Fazit

Ein etwas anderer Weihnachtsfilm, in dem ein Geist herausfinden muß, weshalb er immer vor Weihnachten erscheint. Durch den vielen Schnee und die Dekorationen vermag er zumindest winterlich-vorweihnachtliche Emotionen zu wecken. Trotz einiger „harter Momente“ ein Wohlfühlfilm für kalte Tage.

 

 

 Informationen zu Film und DVD

Deutscher Titel: Ein Weihnachtswunder - 24 Türchen zur Liebe
Originaltitel: The Spirit of Christmas
Regie: David Jackson
Drehbuch: Tracy Andreen
Musik: Claude Foisy
Darsteller: Jen Lilley, Thomas Beaudoin, Kati Salowsky, Alexander Gauthier, Christopher Tarjan, Steven A. Miller, Alexander Gauthier, Neil Casey, Joanna Herrington, Robert Walsh, u. v. a.
Sprache: Deutsch / Englisch (wahlweise dt. Untertitel)
Laufzeit: ca.  87 Minuten
Extras: Trailer, Bildergalerie
Altersfreigabe: FSK ohne Altersbeschränkung
Erschienen: Film: 2015 / DVD: 2018
Regionalcode DVD: 2 / Format: PAL
DVD-Veröffentlichung in: D / - / USA


Anmerkung: DVD-spezifische Angaben (z. B. Altersfreigabe, Laufzeit, Regionalcode, Sprachen etc.) beziehen sich, wenn es eine deutsche Veröffentlichung gibt, auf diese.
Abkürzungen: u.v.a. = und viele andere; D = Deutschland / UK = United Kingdom = Großbritannien / USA = Vereinigte Staaten von Amerika

Alle Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr.

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